„Wow, so ein toller Vater!“ Diesen Satz darf sich meine Freundin oft anhören, wenn Leute mitkriegen, dass ihr Partner nur 80% arbeitet, um auch Zeit mit seinen Kindern zu verbringen.
Der Fakt, dass sie ebenfalls 80% arbeitet, reicht bei ihr aber noch lange nicht für ein Kompliment. 😑
Im Gegenteil: Die Reaktionen der selben Leute reichen von „Warum wolltest Du denn überhaupt Kinder, wenn Du so viel arbeitest?“ über „Verdient Dein Mann denn nicht genug?“ zu „Hmm, ich würde ja nicht wollen, dass mein Kind ohne Mutter aufwächst.“ #doppelstandard
Ich habe so viele Fragen…
Warum werden Frauen und Männer immer noch nach unterschiedlichen Massstäben bewertet, wenn es um Arbeit und Familie geht? Zählt denn nicht das Resultat?
Sollten wir nicht andere Kriterien als die Geschlechts-Konformität anwenden, wenn es darum geht zu beurteilen, ob jemand gute Arbeit macht, oder ein guter Elternteil ist? #neuemassstäbe
Sind wir im Jahr 2024 nicht an dem Punkt angelangt, wo sich beide Elternteile gleichermassen um Karriere und Kinder kümmern können & sollen? #equalparenting
Laut einer Pew-Studie fühlen sich Mütter stärker be- & verurteilt und erfahren mehr Anstrengung und Stress in der Elternschaft als Väter, obwohl beide Elternteile das Elternsein als wertvolle Erfahrung einstufen.
Es ist übrigens nicht nur für Frauen wichtig, Stereotype zu durchbrechen und eine Gesellschaft anzustreben, in der Elternschaft unabhängig vom Geschlecht geschätzt wird.
Auch Männer, die sich nach der Geburt eines Kindes mehr Zeit nehmen wollen, müssen sich diskriminierenden Quatsch anhören. So wurde beispielsweise dem Vater meines Patenkindes auf die Nachfrage, ob er sein Pensum reduzieren könnte, gesagt: „Ich dachte Deine Frau hat das Kind gekriegt, oder habe ich mich getäuscht?!“ 🙄🥱
Es ist zentral, ein Umfeld zu schaffen, in dem elterliche Entscheidungen ohne Angst vor Kritik getroffen werden können.
Was sind Deine Erfahrungen bezüglich Elternschaft und Arbeitspensen?
