Upsi

Lass das mal wirken: Unterzahl. Bei über 80% Repräsentation.🤴🏻 #Upsi

Es handelt sich bei diesen Fakten um das Resultat einer Studie des Geena Davis Institute und Everyday Feminism. Dabei wurden Männer aus unterschiedlichsten Bereichen gefragt, ab wann sie bei grossen Gruppen das Gefühl haben, dass Frauen und Männer etwa den gleichen Anteil einer Gruppe ausmachen, die Gruppe also 50:50 verteilt ist. Und das war bei gerade mal 17% Frauen. 😱
#17IsTheNew50

Wie kommt es zu so einer verzerrten Wahrnehmung? #CognitiveBias

Eine Erklärung der Resultate ist, dass durch die ständige Falschrepräsentation des Frauenanteils in Filmen, Büchern, Zeitungen und Fernsehsendungen zu einer Verzerrung der eigenen Wahrnehmung kommt. Sozusagen als Kombination aus zwei Faktoren:

1. Einerseits wissen wir durchaus, dass Frauen die Hälfte der Menschheit ausmachen.
2. Gleichzeitig werden Frauen in der Öffentlichkeit aber stets total unterrepräsentiert.

=> Dadurch entsteht jetzt ein komplett falsches Bild wie sich „die Hälfte der Menschheit“ bezüglich Frauen anfühlt.

Und das heisst leider, dass selbst unsere verbündeten Männer, diejenigen die FÜR eine faire Verteilung von Macht, Geld und Einfluss sind, bereits bei 17% das Gefühl haben, die 50:50 Verteilung sei nun erreicht. 😩

Logischerweise sind Frauen aber nicht bereit, sich mit läppischen 17% zufriedenzugeben, und sich dabei auch noch erklären zu lassen, es sei längstens halb-halb, wenn nicht sogar bereits drüber.

Und wer löst das Problem jetzt?

🎺 Das ist ein Job für die Männer und die Machthabenden in Firmen.

Es ist wichtig, dass ihr eure Privilegien anerkennt, euren Bias kennt und Strukturen implementiert, die dieser Verzerrung entgegenwirken, statt eure Energie damit zu verschwenden, euch beschuldigt zu fühlen (was ihr nämlich nicht werdet) und euch zu rechtfertigen. Dazu gehören zum Beispiel Aufklärung, Sensibilisierungs-Trainings und Förderung weiblicher Nachwuchstalente.

Und was heisst das nun für Frauen, die nach Einfluss und Mitspracherecht streben? 👩🏻‍⚖️

– Suche Dir ein bewusst ein Arbeitsumfeld, das Dir gut tut. #EscapeToxicWorkplaces
– Suche dabei vorallem nach Vorgesetzten, die bereit sind, unbewusste Vorurteile zu diskutieren und Aufklärungsarbeit leisten wollen.
– Lass Dich auf Deiner Reise als Führungskraft spezifisch von einer Frau mit Expertise für systematische Barrieren begleiten (ich kenne da eine 😉!)

PS: Ich denke, dass auch Frauen ganz ähnliche Wahrnehmungsverzerrungen haben, denn wir sind leider alle in der gleichen #MisogynenKackLuft aufgewachsen.

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