Das Patriarchat darf gehen

„Frauen sind sich selbst die größten Feindinnen.“ 🙄 Was für ein Quatsch. Solche Aussagen nerven, weil sie eine naturgegebene Feindschaft unter Frauen implizieren.

Spoiler: Die gibt es nicht. ❤️ #Sisterhood

Frauen sind die besten Psychologinnen, Trösterinnen und Unterstützerinnen füreinander. Frauen, die sich nachts im Zug lieber zu anderen Frauen setzen, weil sie sich sicherer fühlen. Frauen, die grosszügig Tampons an Fremde verschenken, weil sie wissen, wie es ist, in der Öffentlichkeit ohne Schutz zu stehen.

Und trotzdem hören wir immer wieder von „Hashtag#Stutenbissigkeit“ – einer komplett erfundenen Kategorie, die Frauen pathologisiert und unsere Solidarität unsichtbar macht.

Wir bezeichnen ja Eltern auch nicht als „Windelkrieger*innen“, weil sie einen schwer begehrten Kita-Platz suchen? Oder Pendler:innen als „Pendler-Piranhas“, weil sie in überfüllten Bussen um Sitzplätze kämpfen?

Oder hast Du Thomas schon mal sagen hören: „Zu viele Eltern stelle ich lieber nicht ein – diese Windelkrieger machen nur Stress!“?

Eben.

Es gibt keine natürliche Feindschaft zwischen Eltern oder Pendler:innen – nur künstliche Konkurrenzsituationen, geschaffen durch ein System, das auf Knappheit setzt. Und genauso ist es bei Frauen.

Wir leben seit jeher im Glauben, dass für uns Frauen nur wenig Platz ist. Schon gar nicht an den Tischen, an denen wichtige Entscheidungen getroffen werden. Wer dahin will, soll lieber andere Frauen klein machen. Die Konkurrenz? Gelernt. Die Strukturen? Patriarchal.

Was wirklich hilft ist echte #Chancengleichheit, Vielfalt in der Führung, das Aufbrechen von Stereotypen und Sensibilisierung für patriarchale Muster.

Und vor allem: Nicht mehr diesen Unsinn nachplappern, ohne zu hinterfragen, wie solche Situationen entstehen.

Heute schon auf Warteschlangen-Wölfe oder Wohnungs-Wüteriche getroffen? „Schrecklich, die sind sich selber halt einfach die grössten Feinde, so schade.“ 😉

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